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Flugblatt der Woche
Geschrieben von Volker Bochtler   
Freitag, 30. Juli 2010
 

Liebe Genossen und Genossinnen,1,6 Millionen Alleinerziehende leben in Deutschland. 20 Prozent aller Kinder wachsen in Ein-Eltern-Familien auf. Insbesondere Alleinerziehende und ihre Kinder sind häufiger von Armut bedroht als andere Familien. Obwohl 60 Prozent aller Alleinerziehenden einer Erwerbstätigkeit nachgehen und vielfach sogar Vollzeit arbeiten, müssen viele mit einem Monatseinkommen von rund 1.100 Euro und weniger auskommen. Dies hat das Statistische Bundesamt in seiner Repräsentativ-Statistik „Mikrozensus 2009“ ermittelt.

Alleinerziehenden geht es schlechter als Paaren
Etwa ein Drittel der Alleinerziehenden sind auf finanzielle Hilfen angewiesen. Alleinerziehenden geht es damit durchschnittlich schlechter als anderen Familien, und zwar sowohl finanziell als auch psychisch. Denn während Paare sich Aufgaben und Einkommen teilen können, müssen Alleinerziehende mehrere Rollen gleichzeitig erfüllen und den Lebensunterhalt für sich und ihre Kinder allein verdienen.

Die von der schwarz-gelben Bundesregierung beschlossene Streichung des Elterngeldes für Arbeitslosengeld-II-Empfängerinnen und -Empfänger ist ein weiterer Schlag ins Gesicht vieler Alleinerziehender. Sie ist in höchstem Maße sozial ungerecht und verantwortungslos.

SPD: Alleinerziehende müssen gefördert werden
Was alleinerziehende Mütter und Väter und ihre Kinder wirklich brauchen, hat die SPD
in einem Beschluss vom 19. April 2010 zusammengefasst:
  • Alleinerziehende brauchen existenzsichernde Einkommen: Wir wollen die flächendeckende Einführung von gesetzlichen Mindestlöhnen und eine spezialisierte Betreuung von Alleinerziehenden in den Arbeitsagenturen.
  • Alleinerziehende brauchen eine gute Infrastruktur, um Familie und Erwerbsarbeit miteinander vereinbaren zu können. Kinder brauchen schon früh einen gleichberechtigten Zugang zum Bildungssystem: Wir wollen flächendeckend qualitativ hochwertige und auf lange Sicht gebührenfreie Kinderbetreuungseinrichtungen und einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für jedes Kind.
  • Alleinerziehende brauchen Zeit für ihre Kinder und für sich selbst. Die Bildung der Kinder darf nicht vom Einkommen der Eltern abhängen: Wir wollen flexiblere Arbeitszeitmodelle. Und wir wollen das BAföG und die Ausbildungsförderung für Schülerinnen und Schüler aus einkommensschwachen Familien stärken.
  • Alleinerziehende und ihre Kinder brauchen finanzielle Unterstützung: Wir wollen den Kinderzuschlag ausbauen und differenzierte, bedarfsgerechte Kinderregelsätze.

Der Beschluss im Internet: www.spd.de : Zukunftswerkstatt Familie
Das Flugblatt der Woche gibt es hier zum Herunterladen und Ausdrucken.30.KW: "Neue Statistik belegt: Alleinerziehende brauchen besondere Unterstützung" (mit Logo)30.KW: "Neue Statistik belegt: Alleinerziehende brauchen besondere Unterstützung" (ohne Logo)Jetzt neu! Das Flugblatt der Woche kann auch im Druckportal individualisiert werden. Wie das geht, steht hier! Mit herzlichen Grüßen Astrid KlugBundesgeschäftsführerin der SPD
 

>> Das Flugblatt der Woche an Freunde weiterleiten!

Postanschrift:
Willy-Brandt-Haus
Wilhelmstraße 141
10963 Berlin


Letzte Aktualisierung ( Freitag, 30. Juli 2010 )
 
"Zeit der Boni ohne Grenzen ist vorbei"
Geschrieben von Peter Simon:   
Freitag, 9. Juli 2010

EU-Parlament beschließt strengere Vergütungsregeln und
Eigenkapitalvorschriften für Banken
Das  Europäische  Parlament  hat  heute  mit  großer  Mehrheit  für  neue
Vergütungsregeln  und Eigenkapitalvorschriften  für Banken  gestimmt. "Damit
schieben wir nicht nur einen Riegel vor die teilweise unverhältnismäßigen und
unmoralischen Bonuszahlungen der letzten Jahre sondern unterbinden gerade
die  kurzsichtigen  Vergütungsanreize,  die zu  der  grenzenlosen
Risikobereitschaft  maßgeblich  beigetragen  haben",  so  der  Baden-
Württembergische SPD-Europaabgeordnete Peter SIMON. Ab Ende nächsten
Jahres  müssen  40  Prozent  der  Boni  einbehalten  werden.  Eine  spätere
Auszahlung  hängt  von  der  weiteren  wirtschaftlichen  Entwicklung  des
Unternehmens ab. Gleichzeitig werden Barauszahlungen von Boni (höchstens
30  Prozent  bei  Vorabzahlungen)  zu  Gunsten  von  Aktien  und  speziellen
Schuldverschreibungen  (mindestens 50 Prozent) begrenzt. "Mit dieser neuen
Vergütungspolitik  setzen  wir  ein  deutliches  Zeichen  für  nachhaltiges  und
verantwortliches Wirtschaften.  Nur  wer  als  oberste  Devise  das  langfristige
Wohl  von  Unternehmen  und  Mitarbeitern  verfolgt,  der  soll auch  belohnt
werden." so das Mitglied des Wirtschafts- und Währungsausschusses weiter.
Zukünftig muss deshalb jedes Finanzinstitut das Verhältnis zwischen Boni und
Gehalt gemäß europäischer Vorgaben definieren und entsprechende Details
offenlegen. Darüber hinaus konnten die Sozialdemokraten durchsetzen, dass
staatlich unterstützte Banken so lange keine Manager-Boni zahlen dürfen bis
die  Kapitalbasis  des  betroffenen  Instituts  gestärkt  und  die  Staatshilfe
zurückgezahlt  ist.  Außerdem müssen Banken  mehr  Eigenkapital  für
risikoreiche  Geschäfte  hinterlegen.  "Auch  hier  bestand  akuter
Handlungsbedarf.  Die Kombination  aus kurzsichtigen  Vergütungsanreizen
und  zu  geringen Eigenkapitalanforderungen hat doch  geradezu zu  solchen
hochriskanten Geschäften animiert. Die neuen Regeln sollen dazu beitragen,
dass die Steuerzahler bei der nächsten Krise nicht wieder  für das Versagen
der Manager zahlen müssen" betont SIMON.
Enttäuscht  zeigte  sich SIMON  darüber,  dass  es  aufgrund  der Blockade  im
Ministerrat  zunächst  nicht  zu  einer  Einigung  bei der  Einführung  einer
Europäischen Finanzaufsicht kommen konnte. Die Fraktionen haben deshalb
zwar  ihre Position zum Aufsichtspaket abgestimmt, die Schlussabstimmung
jedoch vertagt. "Das ist nur ein letztes Angebot unsererseits mit einer klaren
Frist.  Der  Rat  muss  seiner  Verantwortung  bei  der  Regulierung  endlich
nachkommen  und  gemeinsam  mit  uns  eine  neue  starke  Finanzaufsicht
schaffen.  Sollte  er  dies  aber zeitnah nicht tun,  dann  können wir  die
Schlussabstimmung jederzeit nachholen." so SIMON abschließend.
Für weitere Informationen: Büro Peter Simon, Tel. 0032 2 2849558
PRESSEMITTEILUNG

Letzte Aktualisierung ( Freitag, 9. Juli 2010 )
 
P.Friedrich Rede zur Wirtschaftspolitik der Bundesregierung
Geschrieben von Manfred Kuppel   
Freitag, 2. Juli 2010

 1. Juli 2010 vor dem Deutschen Bundestag zur Wirtschaftspolitik der Budnesregierung.

Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Ich möchte auf den Anlass der Debatte zurückkommen, nämlich die Regierungserklärung von Herrn Minister Brüderle. Herr Brüderle, die Schlüsselworte Ihrer Rede waren „könnte“ und „müsste“. Darum hat sich alles gedreht. Ich habe bei intensivstem Nachdenken und Nachforschen, welche wirtschaftspolitischen Aktivitäten Sie bisher in Ihrem Amt entfaltet haben, genau drei Punkte gefunden. Das Erste war der Kreditmediator; darauf gehe ich gleich noch ein. Das Zweite war das sogenannte

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Letzte Aktualisierung ( Freitag, 2. Juli 2010 )
 
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